Ein wenig müssen wir nun, nach unserem ersten Einsatz in Tansania schmunzeln, wenn wir den letzten Blog-Eintrag sehen – die Ankündigung.
Diese hatte eine von uns ungeahnte Wirkung bei den Menschen vor Ort. Denn direkt am ersten Morgen, als wir grade eine kurze Führung durchs Krankenhaus hinter uns hatten und unsere Auszubildenden begrüßen konnten, standen wir vor einem noch sehr leeren Raum, gemeinsam mit ca. 60, auf Physiotherapie wartenden Menschen.
Im Nachhinein betrachtet war das ein Moment, in dem sich das ganze Team, samt unseren Auszubildenden Silas und Samaje von seiner besten Seite gezeigt hat. In überraschender Kürze standen zwei Behandlungsliegen, ein Aufnahmebereich für Voruntersuchungen und ein Konzept zur Terminvergabe mit funktionierenden Ablaufplänen für die kommenden Tage war vorhanden.
Wir begannen also Patienten in den Praxisräumen aufzunehmen, zu behandeln, Termine zu vergeben, fuhren fort mit der Behandlung aller 32 Patienten auf den Stationen und unterrichteten die erste Einheit am Abend. Wir alle vergaßen darüber die Zeit und leider auch das Essen, sodass wir nach unserem ersten Tag wohl alle 6 insgeheim hofften, dass nicht jeder Tag so sein würde.
Aber unsere Arbeit vom ersten Tag sollte belohnt werden. Von Tag zu Tag wurde unsere Arbeit im Team strukturierter und entgegen unserer Zweifel, erschienen fast alle Patienten pünktlich zu ihren Terminen.
Wir begannen unsere Arbeit täglich gemeinsam mit den Ärzten bei einer Visite durch alle Stationen, auf welchen wir direkt danach behandelten und öffneten um 13:00 Uhr unsere Praxisräume. Die praktischen Unterrichtseinheiten fanden gezielt morgens auf der Station statt, die theoretischen wurden nachmittags erarbeitet.
Von Tag zu Tag übernahm Silas mehr Verantwortung bei der Visite, Berichterstattung und Behandlung auf Station, sowie Samaje die Aufnahme, Terminierung und Behandlung von Patienten in der Praxis Schritt für Schritt in die Hand nahm. An unserem letzten Vormittag wurden wir als Ausbilder nur noch gelegentlich als ‚Publikumsjoker‘ benötigt, was uns sehr glücklich macht.
Insgesamt wurden in den zwei Wochen 522 Behandlungen durchgeführt und wir haben Silas und Samaje mit ca. 50 weiteren Terminen verabschiedet.
Aktuell kommunizieren wir mit Silas und Samaje über eine stetige ‚Whatsapp-Hotline‘ für Fragen und Probleme und haben dienstags ein wöchentliches Meeting per Skype, um die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung zu besprechen.
…ein Anfang ist also gemacht – nun auch in der Berichterstattung an euch als Unterstützer. Mehr wird mit Sicherheit folgen, denn ihr seid diejenigen, die dieses Projekt möglich machen.

Ein riesen großes Dankeschön vom Team per manus!